Was ist „LOS“ ?
„LOS“ ist die Abkürzung für das Programm „Lokales Kapital für soziale Zwecke“. Das Programm ist der Entwicklungspolitik der Weltbank entlehnt und wurde mit der Förderperiode 2003/2004 erstmals in den Europäischen Sozialfonds implementiert. Eine Förderung ist bis in das Jahr 2007 hinein geplant.
Der Grundgedanke von LOS besteht darin, eine Struktur zu entwickeln und einzurichten, die eng mit den Menschen zusammenarbeitet, die Mikroprojekte verwirklichen wollen. Die lokalen Akteure sind nicht passive Empfänger der Zuschüsse, sondern eigenständige aktive Partner im Prozeß der Umsetzung.
LOS richtet sich vorrangig an Menschen, die vom Ausschluss vom Arbeitsmarkt und in dessen Folge vom gesellschaftlichen Ausschluss bedroht oder betroffen sind. Viele Initiativen, die sich um diesen Personenkreis kümmern, hatten bisher keine Möglichkeit finanzielle Mittel zu erhalten. Das wesentliche Ziel von LOS (Lokales Kapital für soziale Zwecke) ist also, besonders benachteiligten Personengruppen lokale Ressourcen zu erschließen und die Möglichkeit zur Eingliederung bzw. Wiedereingliederung in das Erwerbsleben zu eröffnen.
Diese Argumentation wird bereichert um die Aspekte der Bekämpfung von Fremdenfeindlichkeit und um die Stärkung des regionalen Zusammenhalts sowie der Nachhaltigkeit.
Welche Projekte können gefördert werden?
Unterstützung einzelner Aktionen zur Förderung der beruflichen Eingliederung, darunter z.B.:
- berufliche Qualifizierung der LOS-Zielgruppen durch Projekte zur lokalen Wohnumfeldverbesserung, für gemeindenahe Dienstleistung, im Bereich lokaler Kultur, im Bereich Naherholung/Tourismus; zur Sanierung und/oder Pflege der lokalen Umwelt
- Integrationsprojekte für besonders benachteiligte Zielgruppen;
- gezielte Maßnahmen gegen den Schulabbruch benachteiligter Jugendlicher;
- spezielle Maßnahmen zur Förderung von Toleranz und Demokratie
Unterstützung von Organisationen und Netzen, die sich für benachteiligte Menschen am Arbeitsmarkt einsetzen, darunter z.B.:
- Unterstützung von Aktivitäten lokaler Vereine,
- Unterstützung der Gründung bzw. Festigung lokaler Netzwerke,
- Maßnahmen zur Gründung und Festigung sowie Professionalisierung von Selbsthilfeorganisationen benachteiligter Menschen,
- Förderung des Zusammenschlusses von Landzeitarbeitslosen,
- betriebswirtschaftliche Weiterbildung für lokale Kleinstinitiativen
- Unterstützung von Organisationen und Netzwerken zur Förderung von Toleranz und Demokratie
Unterstützung bei der Existenzgründung und bei der Gründung von sozialen Betrieben, darunter z.B.:
- Beratung bei der Existenzgründung,
- Existenzgründungshilfen für benachteiligte Personen in geringer Höhe (de-minimis),
- Starthilfe für soziale Betriebe und Selbsthilfeeinrichtungen,
- Unterstützung von Existenzgründungen / sozialen Betrieben, die den Gedanken der Toleranz und Demokratie fördern





